Fehler die Jungunternehmer gerne machen

In der deutschen Gesellschaft ist es nichts alltägliches, wenn man sich in jungen Jahren Selbstständig machen möchte. Unser System ist nicht auf Unternehmer ausgelegt, sondern dafür, dass möglichst viele Angestellte im Hamsterrad, Tag ein, Tag aus, für den Staat ihre Runden drehen. Fühlt man sich finanziell zu Höherem berufen oder möchte man nicht in diesem Hamsterrad rennen, wird man erst einmal von der Gesellschaft und seinem Umfeld komisch und als verrückt behandelt.
Da ich selbst einer dieser Verrückten war, möchte ich möglichst viele Menschen, die dazu in der Lage sind, animieren, sich selbstständig zu machen und Unternehmer zu werden. Deshalb zeige ich nachfolgend drei Fehler auf, welche ich teilweise auch selbst gemacht habe und denke, dass es die drei häufigsten Fehler von jungen Unternehmern sind.

1. Selbstüberschätzung

Im Internet ist viel darüber zu lesen, wie man sich ein eigenes Coaching Business aufbaut oder wie man einen Onlineshop startet. Dabei wird jedoch sehr häufig absichtlich oder unabsichtlich vergessen zu sagen, dass man ohne entsprechende Kenntnisse gar nichts aufbaut! Man muss kein 100%iger Experte sein, um mit etwas beginnen zu können, aber man muss sich bereits bei Start sehr gut in seiner Materie auskennen und wissen was man macht. Man sollte einen konkreten Plan vor Augen haben, welchen man verfolgt und nicht einfach hoffen, dass es funktioniert. Man sollte seine Konkurrenz analysieren und genau wissen, warum die machen, was und wie sie es machen. Das wichtigste ist bereits vor Gründung, ehrlich zu sich selbst zu sein! Lügen Sie sich nicht selbst ins Gesicht und beschönigen Sie nichts! Wenn Sie etwas nicht können, dann können Sie es eben noch nicht – basta! Dann müssen Sie lernen, wie alle anderen vor Ihnen auch. Treten Sie nicht blind und voller Optimismus an eine Unternehmensgründung heran, obwohl Sie von dem was Sie vorhaben, eigentlich gar keine Ahnung haben!

2. Mangelnde Liquidität

Was mich noch immer etwas verwundert ist, dass junge Unternehmer nicht in sich und ihre Unternehmung investieren möchten. Für Iphones, Playstation und Diskobesuche wird das Geld nur so aus dem Fenster geworfen, aber für Bücher, Seminare oder dann eine Website und den Warenbestand möchte man nichts investieren. Bezugnehmend auf Fehler Nummer eins, ist nichts teurer als fehlendes Wissen. Es entspricht auch der Realität, dass es im Internet inzwischen sehr viele Websites, Plugins, Shops etc. kostenlos gibt. Möchte man jedoch seriös und dauerhaft ein profitables Online Business aufbauen, sollte man sich davon verabschieden, dass es alles zum Nulltarif gibt. Ein Online Business zu starten ist in den meisten Fällen noch immer wesentlich günstiger, als ein Ladengeschäft zu eröffnen, aber eine vierstellige Summe muss man bereit sein zu investieren. Wer ambitioniertere Ziele hat, darf hier auch ohne mit der Wimper zu zucken, auch mit einer fünfstelligen Eurosumme rechnen. Qualität und Professionalität hat auch im Internet seinen Preis. Wer ein professionelles Business aufbauen möchte, sollte demnach auch genug Eigenkapital mitbringen und bereit sein zu investieren, anstatt zu hoffen, alles kostenlos zu bekommen.

3. Beratungsresistenz

In der Pubertät weiß man alles besser als die Älteren, damit hat man sich inzwischen als Eltern abgefunden. Geht es jedoch um ein Geschäft, sollte man als junger Unternehmer aus den Fehlern der Anderen lernen. Man sollte sich an den Besten orientieren und man sollte sich Ratschläge geben lassen. Man weiß nicht alles besser, das merkt man spätestens, wenn man einmal viel Lehrgeld bezahlt hat, obwohl andere einem von etwas abgeraten haben. Es geht nicht darum, auf jeden zu hören, der eine andere Meinung hat, aber es geht darum, auf Menschen zu hören, die bereits in dieser Branche nachweislich erfolgreich sind. Auch sollte man über seinen Schatten springen und Menschen die bereits einen oder mehrere Schritte weiter sind, als man selbst, um Rat fragen. Dies kann einem viel Lehrgeld ersparen und enorm weiterhelfen.
Lernen kann nur, wer zuhören kann!

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Hier gibt es das Video zum Blogartikel: