5 Tipps für den eigenen Onlineshop

  1. Wissen
    Um einen eigenen Onlineshop zu eröffnen benötigen Sie Wissen. Damit ist nicht nur gemeint, dass Sie sich in allgemeinen betriebswirtschaftlichen Dingen auskennen, denn das ist sowieso die Grundvoraussetzung für jede Unternehmung. Zudem benötigen Sie jedoch Wissen in Ihrer Branche. Sie müssen Ihre Produkte ganz genau kennen. Es ist wichtig deren Wirkungsweise etc. zu kennen. Sie benötigen spezifische Branchenkenntnisse und es ist wichtig seine Zielgruppe und deren Vorlieben zu kennen. Was möchten meine Kunden wirklich? Wie viel ist mein Kunde bereit für das jeweilige Produkt zu bezahlen?
    Abgesehen von den branchenspezifischen Kenntnissen, benötigen Sie sehr viel Wissen rechtlicher Natur. Copyright, Bildrecht, Grundpreisangaben usw. Hierfür sollten Sie sich auf jeden Fall einen Partner für den rechtlichen Bereich an die Seite holen. Dennoch ist es wichtig, dass Sie selbst wissen, worum es geht.
    Zu alle dem kommt noch das Fachwissen für den Onlineshop. Sie müssen nicht unbedingt Programmierer sein, um eine Onlineshop zu eröffnen, aber Sie sollten stets darüber Bescheid wissen, ob Sie von einem Programmierer gerade über den Tisch gezogen werden oder nicht. Sie sollten gewisse Grundkenntnisse und Grundwissen haben, um die Reichweite der Thematik Onlineshop überhaupt überblicken zu können. Sie sollten das Grundprinzip und die Wirkungsweise eines Onlineshops verstehen. Wie ist ein Onlineshop aufgebaut, was bewirkt eine Datenbank, wo und wie kann man Dinge im Code ändern?
    Wenn Sie lediglich einen Computer einschalten und Google bedienen können, dann sind Sie nicht bereit, um einen eigenen Onlineshop zu betreiben. Dann fehlt Ihnen schlichtweg das benötigte Wissen dafür. Als letzten Punkt zum Thema Wissen, ist unbedingt noch das Marketing anzuführen. Egal, ob Sie einen hohen Etat für Ihr Marketing aufbringen können oder mit nur ein paar hundert Euro pro Monat für Werbung auskommen müssen, es ist wichtig, so wenig Geld wie möglich, durch Werbung zu verbrennen. Deshalb sollten Sie sich mit dem Marketing für Onlineshops auskennen und wissen, was funktioniert. Für Feinheiten muss man spezielle Tests durchführen, aber Sie sollten im Bereich Marketing mehr als nur Grundwissen haben, bevor Sie einen eigenen Onlineshop eröffnen.
  2. Spezialisierung
    Sollte man einen Onlineshop in einem Nischenmarkt oder in einem Massenmarkt eröffnen? Im Nischenmarkt haben Sie eine geringe Popularität, wenig Aufmerksamkeit und wenig Kunden. In einem Massenmarkt haben Sie eine hohe Popularität, viel Aufmerksamkeit und viele potentielle Kunden.
    Beispiel:
    Sie produzieren Ihren eigenen Energydrink. Möglicherweise haben Sie einige hunderttausend Euro, um Ihren Drink zu produzieren. Haben Sie aber auch noch die Millionen, welche Sie für das Marketing benötigen, um Ihren Drink bekannt zu machen?
    Gerade, wenn Sie kein Millionenbudget für das Marketing haben, sollten Sie einen Nischenmarkt wählen. In jedem Nischenmarkt ist genug Potential, um darin sehr viel Geld zu verdienen, man muss das Business unter Umständen nur etwas größer aufziehen. Denken Sie europa- oder weltweit.
    Finden Sie Ihr Spezialgebiet und heben Sie sich signifikant von der Konkurrenz ab. Machen Sie nicht das Gleiche, wie alle anderen nur schöner verpackt. Machen Sie es anders als alle anderen! Wenn es bereits unzählige Onlineshops in Ihrer Branche gibt, dann spezialisieren Sie sich zum Beispiel auf besonders teure Modelle. Finden Sie Ihren USP (Unique Selling Point), dann werden Sie es schaffen, sich im Markt mit Ihrem Onlineshop zu etablieren.
  3. Professionalität
    Sie kämpfen sehr wahrscheinlich gegen bereits etablierte Onlineshops in Ihrer Branche. Deshalb ist es sehr wichtig ein möglichst hohes Maß an Professionalität an den Tag zu legen. Auch wenn es am Anfang mangels monetärer Mittel oftmals sehr schwer ist, Experten für die jeweiligen Bereiche wie Design, Programmierung oder Marketing zu bezahlen, muss trotzdem alles möglichst professionell sein, denn den Kunden interessiert es nicht, ob Sie Geld oder kein Geld für irgendetwas haben. Der Kunde sieht nur das Ergebnis und dieses bewegt ihn zum Kauf oder eben nicht. Suchen Sie sich deshalb gerade für den Anfang ein Shopsystem aus, welches Ihnen einen professionellen Internetauftritt ermöglicht. Es gibt Shopsysteme, mit denen Sie ohne großartige Designkenntnisse die Außendarstellung Ihres Onlineshops durchaus professionell darstellen können.
    Achten Sie darauf, dass Ihre Produktbeschreibungen übersichtlich und ohne Rechtschreibfehler erstellt werden. Zudem sollten die Texte aussagekräftig und informativ sein. Professionalität spiegelt sich auch in Ihren Produktbildern wider. Ihre Produktfotos sollten in hochwertiger Qualität sein. Dazu gehört eine gute Belichtung sowie ein passender Hintergrund. Falls Sie Produktvideos oder Erklärvideos (Tutorials) erstellen, achten Sie darauf, dass diese nicht wie mit dem Handy gedreht aussehen. Zu einem ordentlichen Video gehört ein passender Hintergrund, eine HD Qualität, gutes Licht sowie ein qualitativ hochwertiger Ton.
  4. Marketing
    Oberstes Ziel eines jeden Onlineshops ist es, Kunden zu generieren, denn ohne Verkäufe ist auch der schönste Onlineshop nichts wert. Kunden ergeben sich aus Besuchern. Wie man aus Besuchern Kunden generiert, behandeln wir in einem anderen Artikel. Jetzt geht es darum, Besucher auf Ihren Onlineshop zu bringen, damit Sie die Möglichkeit haben, Ihre Angebote einer potentiellen Zielgruppe zu präsentieren. Je nach Werbebudget gibt es verschiedene Marketingansätze. Das einfachste Marketinginstrument ist Pay Per Click (PPC) Werbung. Das bedeutet, dass Sie eine Werbeanzeige erstellen, bei der Sie pro Klick bezahlen. PPC ist eine sehr skalierbare Marketingmaßnahme, denn je mehr Geld Sie investieren, desto mehr Klicks werden Sie auf Ihre Website erhalten. Die Kehrseite von PPC-Marketing ist, dass es je nach Branche sehr teuer ist. In Nischenmärkten bezahlen Sie pro Klick möglicherweise 0,20 – 0,40 Euro, während Sie in Massenmärkten gut und gerne Klickpreise von 1 – 5 Euro zu bezahlen haben. Für PPC Marketing gibt es sehr viele Möglichkeiten und Anbieter. Der bekannteste ist Google mit seinem Werbeprogramm „Adwords“. Selbiges können Sie auch bei Facebook oder anderen Anbietern machen. Bei PPC Marketing ist es sehr wichtig, sich genau und ausschließlich auf die Zielgruppe zu konzentrieren, denn alles andere ist nur Geldverbrennung. Hierfür müssen Sie zum einen Ihre Zielgruppe sehr gut kennen, zum anderen aber auch das Verhalten Ihrer Zielgruppe ganz genau auswerten. Nur so können Sie Ihre PPC Anzeigen verbessern und die Kosten für einen Verkauf in Ihrem Onlineshop durch PPC Marketing möglichst gering halten.
    Für jeden Onlineshopbetreiber, egal ob mit einem kleinen oder großen Werbeetat empfiehlt es sich, einen eigenen Blog aufzusetzen. Das Ziel eines Blogs, in Bezug auf unseren Onlineshop, ist es, seine Zielgruppe durch die organische Suche von Google zu erreichen. In Blogartikeln werden Fragen und Probleme zu Produkten behandelt, welche der Suchende bei Google findet und somit über den Blog auf den Onlineshop geleitet wird. Dies schafft zum nicht nur Vertrauen, da man durch sein Wissen beim Kunden bereits in Vorleistung getreten ist, sondern kostet Sie nur einmaligen Erstellungsaufwand des Artikels und bringt Ihnen dauerhaft Besucher auf Ihre Website. Regelmäßige Inhalte zeigen Google, dass Ihre Website in Betrieb ist und Sie diese ständig aktuell halten. Das verbessert Ihr Ansehen bei Google und schlägt sich somit auf Ihre Platzierung dort nieder.
    Selbstredend gibt es noch sehr viele weitere Marketingmöglichkeiten, um Besucher auf Ihren Onlineshop zu leiten, welche jedoch den Umfang dieses Beitrags sprengen würden. In unserer Kategorie Marketing finden Sie viele weitere Optionen, wie Sie mehr Besucher auf Ihren Onlineshop leiten können.
  5. Schnelligkeit und Service
    Was bei großen Onlineshops Standard ist, wird gerade von kleinen und nebenberuflichen Onlineshops gerne unterschätzt beziehungsweise vernachlässigt. Wenn ein Kunde heutzutage bei Ihnen im Onlineshop einkauft und seinen Kauf umgehend mit Paypal bezahlt, dann geht es instinktiv bereits davon aus, dass seine Ware auch umgehend verschickt wird. Sobald Sie sich für einen eigenen Onlineshop entschieden haben, haben Sie sich auch dafür entschieden, alles für die Zufriedenheit Ihrer Kunden zu tun. Dazu gehört auch ein schnellstmöglicher Versand. Alles was länger als einen Tag dauert, bis die Bestellung in den Versand geht, ist heutzutage nicht mehr akzeptabel und wird Ihre Kunden nicht dazu veranlassen, erneut bei Ihnen zu bestellen. Den Besuchern und Kunden in Ihrem Onlineshop ist es egal, ob Sie Ihre Firma im Neben- oder Haupterwerb betreiben. Alles was zählt ist, dass der Kunde seine Ware schnellstmöglich und einwandfrei erhält.
    Ebenso verhält es sich mit dem Serviceniveau in Ihrem Onlineshop. Wenn ein Besucher oder ein Kunde eine Frage hat und diese per Email stellt, dann ist es wichtig, dass ihm diese Frage baldmöglichst beantwortet wird, denn er hat seine Frage jetzt und möchte dementsprechend auch schnellstmöglich eine Antwort darauf und das nicht erst übermorgen. Versuchen Sie in Sachen Schnelligkeit und Service immer Ihr Bestes zu geben. Hier ist es sehr einfach Kundensympathien für sich zu gewinnen. Genauso einfach ist es jedoch einen Kunden zu verärgern und ihn somit zur Konkurrenz zu schicken.Einen Onlineshop zu eröffnen ist aus technischer Sicht heutzutage für fast jeden machbar. Viel wichtiger ist es jedoch, über ausreichend Wissen zur Umsetzung zu verfügen. Bevor Sie nicht über genug Wissen in allen fünf angesprochenen Bereichen verfügen, sollten Sie noch keinen Onlineshop eröffnen. Jeder Einzelne ist ein Baustein eines funktionierenden Systems. Fällt einer Ihrer Bausteine weg, funktioniert das gesamte System nicht mehr, dessen sollten Sie sich vor Gründung bewusst sein. Haben Sie sich das benötigte Wissen angeeignet, dann können Sie das Abenteuer oder den Traum vom eigenen Onlineshop angehen und der Konkurrenz zeigen, dass Sie besser sind.