Barrierefrei in die Zukunft: So setzen Online-Shops den European Accessibility Act effizient und rechtskonform um
Von OMB Redaktion - Dragana Teilen Teilen Eine WordPress Website erstellen lassen ist für Unternehmen längst keine reine Entscheidung über Farben, Schriftarten und ein schönes Layout. Eine moderne Internetpräsenz muss schnell laden, auf dem Smartphone funktionieren, sicher betrieben werden und Besuchern einen einfachen Weg zu den gewünschten Informationen bieten. Gleichzeitig sollte sie so aufgebaut sein, dass neue Inhalte und Funktionen später ergänzt werden können, ohne bei jeder Änderung einen Entwickler zu benötigen. WordPress bringt dafür eine enorme technische Basis mit. 2026 basiert ein großer Teil des öffentlich zugänglichen Internets weiterhin auf dem CMS, während sich die Plattform selbst durch Gutenberg, Block Themes und den Website Editor deutlich verändert hat. Wer eine professionelle Website plant, sollte deshalb weniger darüber nachdenken, ob WordPress grundsätzlich geeignet ist, sondern genauer darauf achten, wie die Website erstellt wird. Genau hier entscheidet sich, ob aus einer günstigen Internetseite ein langfristig tragfähiges Projekt oder eine kostspielige Dauerbaustelle wird. Ist WordPress noch zeitgemäß? WordPress gehört 2026 weiterhin zu den wichtigsten Systemen für die Erstellung und Verwaltung von Websites. Je nach Erhebungsmethode und Datengrundlage liegt sein Anteil bei rund 40 Prozent aller Websites, während WordPress innerhalb des bekannten CMS-Marktes deutlich mehr als die Hälfte ausmacht. Seine große Verbreitung allein wäre allerdings kein Argument für eine neue WordPress Website, wenn sich die technische Grundlage nicht ebenfalls weiterentwickelt hätte. Genau das ist in den vergangenen Jahren geschehen. Gutenberg ist vom einfachen Block Editor zu einer umfassenderen Grundlage für die Gestaltung geworden. Block Themes ermöglichen es inzwischen, nicht nur Seiten und Beiträge, sondern auch Navigation, Kopfbereich, Fußbereich und Vorlagen mit nativen WordPress Funktionen zu bearbeiten. Eine Website mit WordPress zu erstellen bedeutet daher längst nicht mehr automatisch, für jede komplexere Gestaltung einen zusätzlichen Seitenersteller installieren zu müssen. WordPress.org oder WordPress.com für die eigene Website? Hinter den ähnlich klingenden Namen stehen zwei unterschiedliche Modelle. Über WordPress.org steht die quelloffene WordPress Software zur Verfügung, die auf einem frei gewählten Webhosting installiert werden kann. Unternehmen haben dadurch umfangreiche Kontrolle über Hosting, Themes, Plugins, Daten und individuelle Funktionen. WordPress.com ist dagegen ein gehosteter Dienst mit verschiedenen Tarifen und Leistungsgrenzen. Beide Varianten können je nach Projekt sinnvoll sein, für individuell entwickelte Unternehmensseiten wird jedoch häufig die selbst gehostete Variante gewählt. Im Erstgespräch sollte deshalb eindeutig festgelegt werden, auf welcher Grundlage die Website erstellt wird und wer nach dem Launch Zugriff auf Domain, Hosting und sämtliche administrativen Konten erhält. Was kostet es, eine WordPress-Seite erstellen zu lassen? Der Preis einer professionellen WordPress-Website lässt sich nicht seriös auf einen einzigen Betrag reduzieren. Eine kleine Webvisitenkarte auf Basis eines bestehenden Layouts verursacht erheblich weniger Aufwand als eine Unternehmensseite mit individuellem Design, mehreren Inhaltstypen, Buchungssystem, Mehrsprachigkeit oder Anbindungen an externe Software. Im deutschsprachigen Markt beginnen einfache Projekte häufig zwischen etwa 600 und 2.000 Euro, während Unternehmensseiten mit fünf bis 15 Seiten eher im Bereich von rund 2.000 bis 6.000 Euro liegen können. Bei komplexen Unternehmensauftritten, Plattformen oder umfangreichen individuellen Funktionen sind dagegen etwa 8.000 bis 25.000 Euro und darüber hinaus möglich. Diese Spannen sind keine festen Tarife, sondern Orientierungswerte, denn jede Agentur und jeder Freelancer kalkuliert anders. Wer eine WordPress-Website erstellen lassen möchte, sollte Angebote deshalb nicht nur anhand der Gesamtsumme vergleichen. Typische Kostenbereiche sehen ungefähr so aus: einfache Landingpage oder Webvisitenkarte etwa 600 bis 2.000 Euro Unternehmenswebsite mit fünf bis 15 Seiten etwa 2.000 bis 6.000 Euro komplexe Unternehmensseite oder Plattform etwa 8.000 bis 25.000 Euro oder mehr Wartung häufig etwa 30 bis 150 Euro pro Monat zusätzliche jährliche Kosten für Premium Plugins und andere Software je nach technischem Aufbau Was kostet eine Website mit 10 Seiten? Die Anzahl der Unterseiten vermittelt zunächst den Eindruck einer klar kalkulierbaren Leistung. Zehn Seiten können jedoch aus zehn einfachen Textseiten bestehen oder aus individuell gestalteten Bereichen mit Formularen, Galerien, dynamischen Inhalten und unterschiedlichen Funktionen. Deshalb ist eine Website mit zehn Seiten nicht automatisch doppelt so teuer wie eine mit fünf Seiten und auch nicht zwangsläufig günstiger als eine kompaktere, technisch anspruchsvolle Website. Für eine professionelle Unternehmensseite dieser Größenordnung ist ein Budget im mittleren vierstelligen Bereich durchaus üblich. Sind Branding, Texte und Bilder bereits vorhanden und ist die Seitenstruktur klar definiert, reduziert das den Aufwand. Müssen Konzeption, Website-Texte, Gestaltung und technische Planung erst entwickelt werden, steigen Arbeitsumfang und Kosten entsprechend. Welche Leistungen gehören zu einem vollständigen Angebot? Ein Angebot sollte erkennen lassen, was die fertige Website tatsächlich umfasst. Ein Gesamtpreis von 3.000 Euro kann attraktiv erscheinen, sagt aber ohne genaue Leistungsbeschreibung wenig aus. Entscheidend ist beispielsweise, ob technische Einrichtung, responsive Gestaltung, Datenschutzmaßnahmen oder die Optimierung der Ladezeiten bereits enthalten sind. Vor der Beauftragung sollten mindestens folgende Punkte geklärt werden: Installation von WordPress und technische Konfiguration Einrichtung von Domain und Hosting SSL-Zertifikat individuelles Design oder Anpassung eines vorhandenen Themes Optimierung für Smartphone, Tablet und Desktop notwendige Plugins grundlegende Suchmaschinenoptimierung Sicherungen und Sicherheitsmaßnahmen Datenschutz und Einwilligungsverwaltung Übernahme vorhandener Inhalte Einbindung von Texten und Bildern Schulung zur späteren Pflege Regelungen für Updates und Wartung WordPress Website erstellen lassen und versteckte Folgekosten vermeiden WordPress Website erstellen lassen klingt zunächst nach einer einmaligen Investition. Genau diese Vorstellung führt später jedoch häufig zu Überraschungen. WordPress selbst ist quelloffen und kostenlos erhältlich, doch eine professionell betriebene Website verursacht laufende Ausgaben für Webhosting, Domain und je nach technischer Ausstattung weitere Dienste. Hinzu kommen mögliche Lizenzkosten. Professionelle Formularlösungen, Sicherungssoftware, Einwilligungswerkzeuge, Sicherheitslösungen oder andere Premium-Plugins können jährlich erneut kostenpflichtig sein. Je nach eingesetzten Produkten können sich solche Lizenzen auf einige hundert Euro pro Jahr summieren. Im Angebot sollte deshalb klar angegeben sein, welche Lizenzen benötigt werden, was sie kosten und ob sie dem Auftraggeber oder der Agentur gehören. Wartung endet nicht mit dem Launch Mit der Veröffentlichung beginnt der laufende Betrieb. WordPress, Themes und Plugins erhalten regelmäßig Updates, Sicherheitslücken werden geschlossen und technische Anforderungen verändern sich. Eine Website über mehrere Jahre unverändert weiterlaufen zu lassen, ist deshalb keine sinnvolle Betriebsstrategie. Professionelle Wartungsverträge liegen häufig zwischen etwa 30 und 150 Euro monatlich, abhängig von Leistungsumfang und Projektgröße. Darin können Updates, Sicherungen, Sicherheitsüberwachung und technische Kontrollen enthalten sein. Auch beim Managed WordPress Hosting sind teilweise Leistungen integriert, die bei einem günstigen Hosting-Anbieter separat organisiert werden müssten. Weniger Plugins können eine WordPress-Website stabiler machen Die Erweiterbarkeit gehört zu den Gründen für den Erfolg von WordPress. Für nahezu jede erdenkliche Funktion existieren Plugins, von Kontaktformularen über Terminbuchungen bis zu umfangreichen Onlineshops. Diese Flexibilität kann allerdings dazu verleiten, selbst kleine Funktionen über zusätzliche Erweiterungen zu lösen. Eine feste Grenze, ab der eine Installation automatisch unsicher wird, gibt es nicht. Dennoch erhöht jede zusätzliche Komponente den Wartungsaufwand und kann neue Abhängigkeiten oder potenzielle Schwachstellen mitbringen. Sicherheitsauswertungen zeigen regelmäßig, dass ein erheblicher Teil neu entdeckter Schwachstellen im WordPress Umfeld auf Erweiterungen und Themes entfällt und nicht auf den WordPress Kern selbst. Eine schlanke technische Architektur ist daher häufig sinnvoller als eine Installation mit zahlreichen kaum genutzten Erweiterungen. Ein professioneller Entwickler sollte vor der Installation eines Plugins prüfen: ob die Funktion tatsächlich benötigt wird ob sich die Aufgabe sinnvoll mit bestehenden Funktionen lösen lässt ob das Plugin regelmäßig aktualisiert wird ob es mit der verwendeten WordPress Version kompatibel ist ob unnötige Abhängigkeiten entstehen ob eine individuelle, schlanke Umsetzung sinnvoller wäre Wie viel kostet es, eine WordPress Homepage selbst zu erstellen? Wer eine Homepage selbst erstellt, spart zunächst die Arbeitskosten einer Agentur oder eines Freelancers. Kostenlos ist eine selbst gehostete WordPress Webseite trotzdem nicht. Kosten für die Domain und das Hosting entstehen unabhängig davon, wer die Erstellung übernimmt, während Premium Themes, kostenpflichtige Plugins und zusätzliche Dienste weitere Ausgaben verursachen können. Hinzu kommt der Wert der eigenen Arbeitszeit. Die Installation von WordPress ist schnell erledigt, doch Struktur, individuelles Design, responsive Darstellung, Datenschutz, Sicherheit und Suchmaschinenoptimierung erfordern deutlich mehr Aufmerksamkeit. Dank Gutenberg und modernen Block Themes ist WordPress heute leichter zu bedienen als viele frühere Installationen, trotzdem kann eine Website zu erstellen ohne Erfahrung zahlreiche Stunden beanspruchen. Barrierefreiheit, Ladezeiten und SEO verändern modernes Webdesign Eine professionelle Internetseite wird heute nicht mehr allein danach beurteilt, ob sie auf einem großen Bildschirm attraktiv aussieht. Menschen besuchen Websites über unterschiedlichste Geräte, Internetverbindungen und Hilfsmittel. Responsive Gestaltung, verständliche Navigation, gute Kontraste, aussagekräftige Beschriftungen und kurze Ladezeiten gehören deshalb zu den Grundlagen zeitgemäßer Entwicklung. Seit dem 28. Juni 2025 ist außerdem das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz relevant. Es verpflichtet jedoch nicht pauschal jede Website zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen. Betroffen sein können unter anderem bestimmte Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr für Verbraucher, während für Kleinstunternehmen im Dienstleistungsbereich Ausnahmen vorgesehen sind. Unabhängig von der konkreten gesetzlichen Verpflichtung kann barrierearmes Webdesign den Zugang für mehr Menschen erleichtern und zugleich die Nutzbarkeit einer Website verbessern. PageSpeed 90 allein macht noch keine gute Website Hohe Messwerte in Leistungstests sind attraktiv, dürfen jedoch nicht zum Selbstzweck werden. Eine extrem reduzierte Seite kann hervorragende Werte erreichen und trotzdem ihre Aufgabe verfehlen. Entscheidend ist, dass Inhalte schnell verfügbar sind und Nutzer nicht durch unnötige Skripte, riesige Bilddateien oder technische Verzögerungen ausgebremst werden. Genau hier können schlanke Block Themes einen Vorteil bieten. Wer WordPress ohne Elementor oder Divi erstellen lässt, reduziert je nach Projekt zusätzliche technische Ebenen und Lizenzabhängigkeiten. Das bedeutet nicht, dass diese Seitenersteller grundsätzlich ungeeignet sind, sondern dass ihre Verwendung einen konkreten Nutzen haben sollte und nicht lediglich aus Gewohnheit erfolgen sollte. Die richtige Wahl beginnt vor der eigentlichen Erstellung Eine maßgeschneiderte Website entsteht nicht mit der Auswahl eines Themes. Vor dem Design sollten Zielgruppe, Inhalte, Seitenstruktur und gewünschte Handlungen der Besucher definiert werden. Erst danach lässt sich sinnvoll entscheiden, welche technischen Funktionen benötigt werden und ob ein vorhandenes Theme genügt oder eine individuell entwickelte Lösung besser zum Unternehmen passt. Auch die Eigentumsverhältnisse verdienen Aufmerksamkeit. Domain, Hosting, Administrationszugang und zentrale Konten sollten so organisiert sein, dass der Auftraggeber nicht dauerhaft von einem einzelnen Dienstleister abhängig ist. Der öffentlich ausgetragene Konflikt zwischen WordPress Mitgründer Matt Mullenweg beziehungsweise Automattic und dem Hosting Unternehmen WP Engine hat seit 2024 zusätzlich gezeigt, dass Abhängigkeiten innerhalb eines großen quelloffenen Ökosystems nicht vollständig ignoriert werden sollten. Vor Projektbeginn lohnt es sich daher, einige Punkte schriftlich festzuhalten: Wem gehören Domain und Hosting-Konto? Wer besitzt die Lizenzen kostenpflichtiger Software? Lassen sich Daten und Sicherungen vollständig exportieren? Was geschieht mit Lizenzen nach Ende der Zusammenarbeit? Wer übernimmt Updates und Sicherheitskontrollen? Kann der Hoster später problemlos gewechselt werden? Erhält der Auftraggeber vollständige Administratorrechte? Fazit: WordPress Website erstellen lassen WordPress Website erstellen lassen bedeutet 2026, weit mehr zu entscheiden als Farben, Schriftarten und Seitenaufbau. Je nach Umfang reichen die Kosten von einigen Hundert Euro für eine einfache Internetpräsenz bis zu fünfstelligen Beträgen für komplexe Unternehmensseiten mit individuellen Funktionen. Hosting, Domain, Lizenzen, Wartung und spätere Erweiterungen gehören deshalb von Anfang an in die Kalkulation. Ein günstiger Einstiegspreis allein sagt wenig darüber aus, welche Kosten und technischen Abhängigkeiten langfristig entstehen. Mit Gutenberg, Block Themes und dem Website Editor bietet WordPress inzwischen eine moderne und flexible Grundlage für unterschiedlichste Projekte. Entscheidend sind eine saubere technische Umsetzung, möglichst wenige unnötige Plugins, transparente Kosten und klare Eigentumsverhältnisse bei Domain, Hosting und Lizenzen. Wer diese Punkte bereits vor der Erstellung berücksichtigt, erhält eine WordPress-Website, die nicht nur beim Launch überzeugt, sondern sich auch Jahre später sicher pflegen, verändern und erweitern lässt. Share
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